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Die Ausstellung:

Gang Fensterbereich

Holzvogel:

Oberhalb des Stiegenaufganges ein Holzvogel, wie er auch schon vor Jahrhunderten benutzt wurde. Er war an einer hohen Stange befestigt und wurde mit Pfeilen oder Bolzen beschossen. Wer das letzte Stück herunterholte, hatte "den Vogel abgschossen" und war Sieger, meist "König". Diese Form des Schützentums war verbreitet bis Beginn der Neuzeit.

Stolleneingang (Scheibe):

Scheibbs lebte vom Eisen, denn die Stadt belieferte exklusiv den Erzberg mit Proviant, im Gegenzug erhielt sie minderwertiges Flosseneisen, das entlang der Erlaf verkauft wurde. Der Bergknappe in maximilianischer Tracht hält Eisen und Schlägl. 

Turm (Scheibe):

Die Kartäuser in Gaming waren Besitzer der Stadt Scheibbs und damit auch Herren der Gilde. Sie eröffneten die Schießsaison und spendeten Preise. Diese Scheibe war eine Huldigung an den letzten Gaminger Prior Stephanus vor der Aufhebung des Klosters durch Josef II..

Schießstättengebäude (Scheibe):

Anfang des 18. Jh. verwüstete eine Windhose das Erlaftal. Die Scheibe zeigt die Schießstätte vor und links nach dem Sturm. Man sieht vorne das Hauptgebäude (verpachtet als Gasthaus), den Hof mit Kegelstatt und dahinter die Schützenstände, aus denen auf 150 Schritte zu den Scheiben geschossen wurde, hinter denen ein "Panzer" die Kugeln schluckte. Rechts das Zielerhäuschen.

Gang Mitte links:

Huldigung (Scheibe):

Die Stadt und ihre Vertreter waren wichtige Mitglieder und Sponsoren der Gilde und wurden dementsprechend gewürdigt.

Bild:

Die Stadt von Westen gesehen. Im Bildvordergrund links der Erlaf die Schießstätte mit Schussbahn und Panzer.

Kapuzinerkloster (Scheibe):

Dieser Orden verdrängte 1677 mit seiner Kirche die Schießstätte vor dem Wienertor und blieb bis Ende des 20. Jahrhunderts in Scheibbs.

Schaukasten:

Sogenannte "Zierden", die als Preise mit Münzen beklebt waren. Keine Orden oder ähnliches.

Vitrine:

Aus den Geldpreisen entwickelten sich die Medaillen, die heute als Sportauszeichnungen in allen Disziplinen bis hin zu Olympiaden vergeben werden.

Gang Mitte rechts:

Hauptplatz (Scheibe):

Links hinten verlässt der Schützenzug mit Zielern, Musik, Preisträgern und Teilnehmern das Gasthaus Zum Elefanten und geht zur Kirche, wo die Ministranten schon warten. Von dort geht es zum Haus des Jubilars, wo sie von der Hausfrau bewirtet werden.

Andreas Töpper (Scheibe):

Er war in 19. Jahrhundert ein besonderer Bürger der Stadt, Großunternehmer und Mäzen. Sein Schloss in Neubruck wurde zur Landesausstellung 2015 renoviert und ist heute ein Magnet des Erlaftales.

Schloss Scheibbs (Scheibe):

Das erste wesentliche Gebäude von Scheibbs, genannt "Gemäuer", war immer Sitz der Regionsverwaltung. Umgestaltet von Töpper dient es heute als Bezirkshauptmannschaft.

Zieler (Scheibe):

Diese Funktion im Narrengewand war zentraler Teil des Schützenwesens. Er hatte "Narrenfreiheit" und war Organisator der Veranstaltungen, und er war nach antikem Glauben unverwundbar und zeigte daher an der Scheibe die Treffer auf (Zielerhäuschen). Sein Abzeichen war die Pritsche, ein rituelles Schlaginstrument. Viele Zieler waren in Mitteleuropa wohlbekannt und richteten für teures Geld die Schieß"events" aus, etwa Eberhard Wirre aus Waidhofen an der Ybbs, der im Schweizer Aargau wirkte. Der Ochsenkopf auf der Stange symbolisiert den damaligen Hauptpreis, um diesen Ochsen wurde übrigens ein ganzes Jahr prozessiert, wer denn wirklich gewonnen hätte!

Gang hinten:

Vitrinen:

Schriftstücke und Einladungen aus den letzten 2 Jahrhunderten.

Sonderausstellung:

Raum links:

Gang hinten:

Raum rechts: